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Ein entspannter Tag in Paris

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Eine Affengaudi, ohne Gepäck mit E-Bike durch Paris fahren. Man hat ordentlich Antritt und kommt an den Ampeln vor den Autos vom Fleck. Und man lernt schnell, dass Platz nur bekommt, wer Platz beansprucht. Heute Morgen im Center Pompidou. Hier war ich um 1980 als Schüler schon mal. Da war das noch neu und vom Konzept revolutionär. Heute wirkt es wie jeder andere Betonklotz aus den Siebzigern. Wer die Unis in Bochum, Bielefeld oder Aachen kennt, ist das gewöhnt. Die Sammlung der Moderne ist aber wirklich beeindruckend. Leider war die Dachterrasse gesperrt. Danach einfach ein bisschen durch die City fahren und in den Tuillerien abhängen. Morgen kommt die echte Challenge: Zurück mit der Bahn. Ausschließlich Regionalzüge, sonst kommt das Rad nicht rein. Von Paris nach Mulhouse, dann nach Basel (Schweizer Bahnhof), mit dem Rad zum badischen Bahnhof, dann mit dem Regionalexpress nach Singen am Hohentwiel, dort umsteigen nach Stuttgart und schlie...

Voilà, Paris!

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Geschafft. 885 km. 7 Tage.

Reims und Champagne

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Heute war ein Regentag. Zum Frühstück im Garten des b&b hörten wir schon Donnergrollen, der Wetterbericht kündigte einen kräftigen Regenguss an, danach sollte es aber trocken bleiben. Also bin ich noch eine Weile geblieben und erst kurz vor neun gestartet. Die Kathedrale von Reims Der Regenguss entpuppte sich als Sommerschauer, wenn das alles war kann ja nichts mehr passieren. War es aber nicht. Nach einer Stunde die immergleiche gleiche Frage: Lohnt es, das Regenzeug auszupacken? Es lohnte. Kaum hatte ich die letzte Gamasche festgeklettet, ging der Tröpfelregen in einen Wolkenbruch über. Den letzten Ort hatte ich gerade hinter mir gelassen, ich war auf offenem Feld. Ein Militärkonvoi auf der Gegenfahrbahn, die LKW schütten noch einmal echte Regenwellen über einen aus. Aber nach einr halben Stunde wieder alles vorbei. Regenzeug wieder aus und weiter. Den nächsten Schauer konnte ich in einem Café aussitzen. Mittags um eins erreiche ich Reims. Das letzte Stück entlang des Aisn...

Verdun

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  Der Start in Thionville war gespenstisch. Über der Mosel und in den Seitentälern hing der Nebel klebrig an den Häusern und über der Straße, der Weg führt zwischen Güterbahnsträngen und verlassenen Industriehallen, nirgends ein Mensch zu sehen. Dann vorbei an den Stahlwerken von Arcelor-Mittal, der Duft von Metall in der Luft. Nach einer Stunde habe ich Stadt und Nebel hinter mir und schaue über weite Landschaft in der Morgensonne. Gestern noch in Schengen, Symbol des "neuen" Europa, in  dem wir aufgewachsen sind. Heute Verdun. Die Schlachtfelder über der Maas stehen für das Europa unserer Großeltern. Meine beiden Großväter haben in diesem Krieg vor 100 Jahren gekämpft - so lange ist 100 Jahre also nicht her. Dieser Besuch macht wieder deutlich, wie wichtig es ist, unser Europa gegen den wieder aufstrebenden Nationalismus zu verteidigen. Unweit der Gedänkstätte gibt es ein Restaurant, wo ich herrliches "Falsches Filet" gegessen habe. In Frankreich ...

Thionville

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Auf der anderen Moselseite das Chateau Duc de Lorraine in Sierck-les-Bains. Nach der Kräftezehrenden Tour de Saar lasse ich den vierten Tag ruhiger ausklingen und radele noch dreißig Kilometer entlang der Mosel nach Thionville. Die Stadt hat nichts Spektakuläres, immerhin finde ich ein Restaurant für ein ausgezeichnetes Steak und einen guten Rotwein. Eigentlich wollte ich die Industriestadt in einiger Entfernung umfahren, aber Google findet auf dem platten Land keine Übernachtungsmöglichkeiten. Das wird wohl eine Herausforderung für die kommenden drei Etappen. Für die Statistik: 5,5 Stunden, 102 km.

Grenzerfahrungen

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 Schengen gebührt als europäischem Symbol ein fester Platz auf der Route. Hier gibt es zwar nichts zu sehen, aber trotzdem erfreut sich der Ort einiger Beliebtheit unter Touristen. Auf dem Platz vor dem europäischen Museum wehen die Fahnen aller Schengen-Staaten und wenn man sieht, vor welchen davon sich die Besucher fotografieren, dann muss der Ort schon eine Bedeutung für die Menschen haben. Schengen-weit eben. Außer diesem Platz und dem Museum gibt es aber nichts - nicht mal ein gescheites Gasthaus. Hotel zur Eiche in Oberthal Die Ausstellung im "Museum" hat man in fünf Minuten erledigt - lauter Vitrinen mit Erklärungen zum Einigungsprozess. Bleibt noch das Museumscafé, wo es wenigstens einen guten Kuchen gibt. Der Start heute Morgen war etwas holprig. Der erste Blick aus dem Fenster bot eine regennasse Straße. Nach dem Frühstück setze ich den Akku ein und staune nicht schlecht, als das Display ganze zwei Striche für schlappe 20-40 Prozent Akkuladung anzeig...

Zwischenbilanz: 1000 Kilometer mit dem R+M New Charger

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Die ersten 1000 Kilometer sind einen Eisbecher wert. Nach den ersten 1000 Kilometern mit meinem Riese+Müller New Charger ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Eigentlich dachte ich, dass E-Bikes überhaupt nichts sind für mich. Eher was für Warmduscher. Aber der letzte Urlaub im Chianti hat mir den Rest gegeben. Meine bessere Hälfte mit ihrem E-Bike wartete geduldig oben am Berg, während ich mich die mörderischen Anstiege hochquälte. Das war anders gedacht - das Pedelec für die Dame des Hauses sollte gemeinsame Touren wieder möglich machen. Ich war also Reif für das Pedelec. Das Riese+Müller New Charger hat es mir gleich angetan. Nach der Probefahrt war es um mich geschehen. Allerdings musste ich bei Nennung des Preises schnell im Augenwinkel die Fluchtwege aus dem Laden checken. Ich war schon immer ein Vielfahrer mit dem Rad. Aber zu Kundenterminen habe ich mir den Spaß immer verkniffen - nach 10 km Rad sehe ich nicht mehr  business-mäßig aus. Ich bin schon nach Nürn...