Ich hatte mehr befürchtet, aber die Waage weist nur 14 Kilo aus. Beschränkung ist eben wichtig. Gesellschaftsfähige Kleidung ist nicht vorgesehen. So langsam steigt das Reisefieber...
Zum Abschluss der Tour noch eine kürzere Etappe bis zur Wülzburg bei Weißenburg. Durch den Umbau der B2 in dieser Gegend ist der Wegverlauf geändert worden und ich musste mich immer wieder ohne Markierung zurechtfinden. Das führte zu Umwegen und mehr Asphalt. Aber ab Dettenheim war der Weg wieder in der gewohnten Qualität. Ber Bubenheim quert der Frankenweg die Altmühl, im Hintergrund der Flugplatz Treuchtlingen International Airport. Der Karlsgraben war der erste Versuch eines Main-Donau-Kanals um 800. Der Versuch scheiterte technisch, die beiden nächsten Versuche tausend Jahre später floppten wirtschaftlich. Weinbergschnecken hätte ich hier leicht im Dutzend sammeln können zum Abendessen. Aber wie transportieren? Also lasse ich sie ihres Wegs kriechen. Kurz vor dem Ende der Tour schaut mir ein Esel mit seinen Schafen geduldig beim Wandern zu. Ziel erreicht. Für den Weg hinunter zum Bahnhof Weißenburg hat mich ein freundlicher Mensch im Auto mitgenommen....
Samstag Abend um halb Zehn rolle ich mit dem Fahrrad wieder in den heimischen Reihenhausvorgarten. Die Fahrt mit dem Rad in der Bahn dauert knapp über 12 Stunden. Schon beim Einsteigen die bange Frage, ob das Fahrrad noch mit rein kann. Der Zug hat genau zwei Plätze für Fahrräder, und die sind schon belegt. Einer der erfahreren französischen Radmitnehmer meinte, ich solle es einfach in den Gang stellen. "Ça gêne pas." Eine gewisse Beruhigung, als der Zug schließlich anrollt und noch niemand verlangt hat, das Rad wieder hinauszustellen. Obwohl der Zug bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Nach einer halben Stunde bekommt die junge Zugschefin den Drang, für Ordnung zu sorgen. Die Fahrräder müssen in der Reihenfolge der Zielbahnhöfe an den Platz gelehnt werden. Da ich als letzter aussteige, kommt mein Fahrrad als erstes dran. Am Ende stehen vier Räder, wo Platz für zwei ist, und ich kann beruhigt die Fahrt genießen. Vier Stunden durch die französische Landschaft, die s...
Die ersten 1000 Kilometer sind einen Eisbecher wert. Nach den ersten 1000 Kilometern mit meinem Riese+Müller New Charger ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Eigentlich dachte ich, dass E-Bikes überhaupt nichts sind für mich. Eher was für Warmduscher. Aber der letzte Urlaub im Chianti hat mir den Rest gegeben. Meine bessere Hälfte mit ihrem E-Bike wartete geduldig oben am Berg, während ich mich die mörderischen Anstiege hochquälte. Das war anders gedacht - das Pedelec für die Dame des Hauses sollte gemeinsame Touren wieder möglich machen. Ich war also Reif für das Pedelec. Das Riese+Müller New Charger hat es mir gleich angetan. Nach der Probefahrt war es um mich geschehen. Allerdings musste ich bei Nennung des Preises schnell im Augenwinkel die Fluchtwege aus dem Laden checken. Ich war schon immer ein Vielfahrer mit dem Rad. Aber zu Kundenterminen habe ich mir den Spaß immer verkniffen - nach 10 km Rad sehe ich nicht mehr business-mäßig aus. Ich bin schon nach Nürn...
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